Tesoros geneticos

Ich beherberge 28 Millionen Menschen, die mich manchmal vergessen -habe ich sie doch immer reichlich mit Speis und Trank versorgt, ihre Kinder mit Regen und Wärme gestillt. Lange schon spende ich Schatten, reiche Licht und strecke mich dem Himmel entgegen. Dennoch vermögen nur wenige meine Schätze zu erkennen. Zuoft verstummt, überrant und ausgebeutet. Von Fremden. Weißen. Gerne weine ich eine Träne um sie. Denn jeglicher Versuch meinerseits sie wieder wachzurütteln, bleibt vergebens. Sie schlummern weiter. Und die Schätze? Wer nimmt sich ihrer an? Die Bücher schreiben und die Menschen sprechen. Es mangelt an Zeit, sagen sie. Ich verstehe sie wohl genauso wenig wie sie mich. Denn um zu verstehen, muss man sehen. Denn dies sind meine Schätze und sie sind genetischen Ursprungs:

*

Primero tesoro:

Sie liegen in den Höhen der Anden, schmiegen sich an die Strände der Küste und verkörpern die Mysterie des Dschungels. In Form von prunkvollen Kolonialgebäuden, Flachdachhäusern, Hütten aus Stein, Holz oder Stroh und auch Notunterkünften aus Kartonagen und Müll kleiden sie eine Landschaft voller Gegensätze. Hier finden sich die Peruaner indigener Abstammung. Hier finden sich ihre Gesichter. Hier findet sich das Pueblo.

Leave a Reply