Archive for July, 2007

Ein Auszug aus meinem Auszug

July 31, 2007

3 Tage in 3 Minuten

8. August 2007

Klar fühlt es sich an. Ein Raum voller Gedanken, Erinnerungen und Entscheidungen, der sich nun innerhalb kürzester Zeit leeren muss.

Seltsam fühlt es sich an. Es einfach alles so gehen zu lassen, ohne dem ganzen Prozess, die Zeit zu geben, dem ich ihm geben möchte.

Traurig stimmt es mich. Menschen, denen ich begegnet bin, erreichen zu wollen, es aber in so kurzer Zeit nicht schaffen zu können.

Freudig macht es mich, an meinem letzten Abend in Wuppertal, den einen oder anderen Menschen doch noch verabschieden zu dürfen.

Gespannt erwarte ich. Nur noch 4 Tage und ich fliege in eine andere Welt, die gar nicht so anders sein wird.

Weil auch hier suchen und finden die Menschen sich, treffen Entscheidungen und gehen weiter!

Dieser Umzug ging zu schnell. Oder hätte er möglicherweise gar nicht anders sein können. Nun? Ich erkenne für mich: Es ist nicht wichtig, was sein könnte, sondern wichtig, was ist, weil ich es bin!

Und so komme ich nun nach langem Zögern zu dem Entschluss, bereit zu sein, gehen zu können.

Und ich gehe…

Zusage

July 6, 2007

“Ach das tut uns leid, Herr Bellafiore. Unsere Zusagen brauchen immer einen Monat länger.”

Denn ich erhalte eine Zusage. Und falle in ein Loch. So viele Gedanken auf einmal. Die Mühen waren also nicht umsonst. 2 Stunden später bin ich wieder bei Sinn, denn die plumpe Zusage des DAAD am Telefon kommt doch sehr unerwartet und plötzlich. In 4 Wochen werde ich also fliegen. Und das bedeutet…zu viel als, dass ich es in Worte fassen möchte. Es steht fest. Ein neuer Weg pflastert mein Leben. Ich blicke mich um…fühle mich allein. Ich sehe nach hinten, und es schaudert mir bei dem Anblick, der zerrütteten Straße hinter mir. Denn diese Straße ist so uneben. Ich zwinge mich, nach vorne zu blicken. Denn ich fühle mich von diesem Chaos hinter mir angezogen. Doch vor mir…da legt sich, wie von Geisterhand ein Stein vor und neben den anderen…und…hm…er wirkt begehbarer. Und jezt sehe ich auch das eine oder andere bekannte Gesicht, das mir ein wenig Wärme schenkt. Wärme durchstreift mich. Ich bin etschlossen und geh weiterhin…aufrecht…in das Dunkel hinein, für das ich mich schon immer faszinieren konnte.

Ich gehe also, oder nicht?

Wer weiss, noch habe ich ja Zeit mich umzuentscheiden. Komisch. Denn irgendwie beruhigt mich dieser Gedanke. Ich sehe wieder, wie der Weg sich vor mir pflastert…die Steine legen sich weiterhin. Aber sie verlieren wieder an Ordnung…

Gedanken…lasst mich endlich ruhen!